Familie Müller sen.

Familie Müller jr./ Pautsch

Alle im Einsatz für Ihr Wohl
(natürlich bis auf die Kinder:-)

 

 

 

 

Ein Fußballfeld mit 22 Spielern, zwei Tore und einem Ball. Lieber ein Boxring oder ein Golfgreen? Oder doch eher etwas weniger Sportliches? „Egal zu welchem Anlass, wir verwirklichen jeden noch so ungewöhnlichen Tortenwunsch“, sagt Christoph Müller. Lediglich eine detaillierte Vorlage muss her, dann legen die Zuckerbäcker von Celle los. Mehr als 40 verschiedene Torten umfassen die Musterbücher. Doch damit ist noch lange nicht Schluss. Dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt. Eisernes Gesetz: „Erlaubt ist, was gefällt und was wir mit unseren Mitteln lebensmittelgerecht umsetzten können.“Beraten wird Sie hauptsächlich Frau Pautsch, die Lebensgefährtin von Herrn Müller, die sich hervorragende Dinge bei der Dekoration einfallen lässt.

 

Es war die Zeit nach dem Ende des 2. Weltkriegs, als Konditormeister Oskar Müller unter mithilfe seines Vaters, dem Bäckermeister Konrad Müller nahe dem alten Ortskern von Westercelle den Grundstein für den heutigen Erfolg legte. Ausgebombt in Hannover hat es die Familie ins schöne Celle verschlagen. Ihm folgte Sohn Joachim, der zusammen mit seiner Frau Annegret das kleine Stadtrandcafé zu seinem jetzigen Umfang ausbaute. Das vielfältige Tortensortiment, für das die Konditorei weit über die Grenzen Celles hinaus bekannt ist, geht maßgeblich auf sein kreatives Engagement zurück. Joachim Müller steht auch heute noch gelegentlich in der Backstube, die in dritter Generation von Christoph Müller geführt wird. Das Geheimnis der Konditorenfamilie, neben handwerklichem Geschick und viel Phantasie: Alle Kuchen und Torten werden frisch und konsequent ohne Konservierungsmittel, künstliche Aromen oder industriell erzeugte Mischzutaten hergestellt. „Das garantieren wir“, betont der Chef.

 

Das Stammhaus der Konditorei ist nach wie vor in Westercelle angesiedelt und wird tagtäglich von unzähligen Genießern angesteuert. Nahezu rekordverdächtig sind die Ausmaße der großen Kuchen- und Tortenvitrine. Schon beim Betrachten all der Leckereien läuft dem Gast das Wasser im Mund zusammen. Zu den Spezialitäten gehören etwa die Marie-Luisen-Torte, die Schokoladen-Weinbrandtorte und die Caroline-Mathilde-Torte. „Wir machen Geschichte lebendig“, merkt Christoph Müller an und erläutert, dass es sich bei Caroline Mathilde um die zwischen 1767 und 1772 regierende Königin von Dänemark und Norwegen gehandelt habe, die einst im Alter von nur 23 Jahren in Celle verstorben war. Auch mit der Herzoglichen Nusstorte hat es eine spezielle Bewandtnis. Ihr Rezept, so Joachim Müller, dessen grosses Hobby die Celler Stadtgeschichte ist, könnte im 17. Jahrhundert Georg Wilhelm, der Herzog zu Braunschweig und Lüneburg von einer seiner vielen Reisen nach Venedig mitgebracht haben: „Wir nehmen an, dass italienische Zuckerbäcker auch Einflüsse auf Süßspeisen und Gebäck am Celler Hof hatten.“

 

Ein zweites Standbein schufen sich die Müllers zu Beginn der Neunziger Jahre. Am Französischen Garten in der Celler Innenstadt übernahmen sie eine herrschaftliche Villa und richteten darin eine Kombination aus Café und Restaurant ein. Im Sommer laden zudem die windgeschützten Plätze im idyllischen Garten zum Verweilen ein. Neben Kaffee und Kuchen kommt in dem in mediterranen Farbtönen gehaltenen Lokal auch handfeste Kost auf den Tisch. Legendär ist das üppigst bestückte Frühstücksbüffet. „Das ist wegen unserer kinderfreundlichen Preisgestaltung besonders für Familien attraktiv“, sagt Christoph Müller.

 

Ein drittes Standbein kam Ende der Neunziger mit dem Café & Kiosk im Allgemeinen Krankenhaus hinzu. Hier möchten die Müllers gerne den Kranken und Besuchern eine angenehme Atmosphäre bieten, um sich schneller zu Erholen.
Seit Juli 2008 betreibt das Café Müller auch das Geschenkestübchen im Allgemeinen Krankenhaus. Hier wurde der Geschäftsbereich um Floristik, Geschenkartikel und Presse abgerundet. Das Geschenkestübchen erfüllt besonders Frau Pautsch, die Lebensgefährtin von Herrn Müller jr., mit tollen Geschenk- und Blumenideen aus.

Im April 2009 ist nun das jüngste Kind der Café Müller familie adoptiert worden.
Als Hauslieferant für Kuchen und Torten schon lange tätig haben Müllers die Bewirtschaftung des Café Schümli in der Zöllnerstrasse 19 im alten Ratzeputzhaus übernommen. Hier sind auch ganz tolle antike Gesellschaftsräume. Direkt am zentralsten Punkt der Fussgängerzone gelegen ergänzt es die anderen Betriebe hervorragend. 

Den Schritt von Westercelle ins Zentrum der Allerstadt haben sie nie bereut. Im Gegenteil. Müllers City-Filialen helfen, die Zukunft zu sichern. Christoph Müller ist sicher Traditionalist. Er weiß aber auch, dass sich mit dem Begehen neuer Wege der Kundenkreis erweitert. „Wir müssen einen Spagat ausführen. Einerseits dafür sorgen, dass sich die älteren Gäste weiterhin bei uns wohl fühlen. Andererseits mit gezielten Aktionen das jüngere Publikum ansprechen.“ Bislang, so viel steht fest, ist ihm das vortrefflich gelungen. Dazu gehört auch, dass wir nich nur den Kuchen für unsere eigenen Betriebe herstellen. Zu den Abnehmern gehören Cafés und Restaurants.